Die Geschichte

Die Shorthorns gelten als die älteste Kultur- oder Zuchtrasse der Welt. Die ersten  Herdbücher in England und auch Deutschland wurden für Shorthorns geführt.
Nach Beginn der Herdbuchführung der Shorthornrasse in Nordengland 1822, war aus einer Lokalrasse schnell eine Rasse mit weltweiter Bedeutung geworden. Den Brüdern Charles und Robert Colling war es vorbehalten, um die Wende des 18.Jahrhunderts nicht nur das Interesse für die Shorthornzucht in ihrer engeren Heimat, der Grafschaft Durham, sondern in ganz England zu entflammen. Im gesamten Commonwealth und in den europäischen Küstenregionen waren die Shorthorns vertreten und prägten die Entwicklung der einheimischen Rassen in Deutschland entscheidend. Insbesondere auf der Halbinsel Eiderstedt begann vor fast 200 Jahren eine Shorthornzucht, die ihre Wurzeln in der Auftragsmast mit Tieren aus Großbritannien hatte(Herdbuchführung in Deutschland seit 1864). Sie war im Jahr 1915 mit ca.3500 Züchtern und ca.12000 eingetragenen Tieren an ihrem Höhepunkt angelangt.
Der Strukturwandel in der Viehwirtschaft der letzten 50 Jahre sowie die Anforderungen des Marktes ließen die Shorthorns zugunsten ausgeprägter Milchrassen auf einen kleinen Bestand an Zuchttieren zurückgehen.
Heute entsinnt man sich der Vorteile des Shorthornrindes und hat das Zuchtziel den heutigen Bedürfnissen angepasst. Der Einsatz von Blutlinien aus der ganzen Welt ist die Grundlage für eine ständige Verbesserung des Zuchtmaterials.
Im Jahre 2003 lag der Bestand an eingetragenen Shorthorns in Deutschland unter 300 Tieren.
Die Shorthorns werden in der Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen als stark gefährdet geführt. In Deutschland sind die Hauptverbreitungsgebiete der Rasse  heute die Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein und kleine Bestände in Niedersachsen.